Gender Shice
 
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Gender Shice

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Zwei Jahre (und "Emilia Pérez") später und es ist zum ersten Mal bei FUNXD passiert , soweit ich es überblicke.
Es stört keinen mehr , fällt vermutlich nicht mal mehr auf:

https://funxd.site/2025/07/13/irenas-geheimnis-2023/

Nur frage ich mich nun , welche*r der jüdischen Zwangsarbeiter*innen wohl "enby" sein mag. 😲


 
Veröffentlicht : 14. Juli 2025 19:22
Beiträge: 1
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Das ist bei Fun passiert, weil die Texte automatisiert von https://www.themoviedb.org/movie/1026880-irena-s-vow übernommen werden. Oder glaubst Du, die schreibt hier jemand per Hand?


 
Veröffentlicht : 15. Juli 2025 23:02
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Ist doch genau das Problem, weshalb FuN diesen Thread vor 2 Jahren überhaupt erst eröffnet hat...


 
Veröffentlicht : 16. Juli 2025 05:24
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P.S. Mir ist es tatsächlich aufgefallen, haha! Merke ich aber auch jetzt erst, wo Ihr darüber sprecht. Zuvor hatte ich nur das Sternchen (als was Besonderes) wahrgenommen, nicht soweit gedacht, dass dies hier eigentlich nicht vorkommt... 😉 😀 


 
Veröffentlicht : 16. Juli 2025 05:44
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Veröffentlicht von: s giesinger

Oder glaubst Du, die schreibt hier jemand per Hand?

Schon klar , dass das übernommen wird. Ist auch kein Vorwurf , sondern nur eine Beobachtung.

Veröffentlicht von: FatBoySlim

Ist doch genau das Problem, weshalb FuN diesen Thread vor 2 Jahren überhaupt erst eröffnet hat...

Exakt! Ich habe es deshalb in diesem Thread erwähnt , weil hier der Titel "Gender Shice" wirklich richtig gut passt.

Gendern mag ja OK sein. (Wer's mag.) Hier aber mit Sicherheit nicht.
Es handelt sich um ein historisches Geschehen , im Film wird mit Sicherheit nicht gegendert.
Es gab jüdischen Zwangsarbeiter (generisches Maskulinum) , keine Zwangsarbeiter*innen , genauso wie es zB auch eine 68er-Studentenbewegung , aber keine 68er-Studierendenbewegung gab.

Außerdem wird durch das Gendern in diesem historischen Kontext der Fokus verschoben , von der Situation der Menschen hin zu ihrer Geschlechtlichkeit , als ob die im Vordergrund stünde.
Das ist in etwa so , als ob jemand (vielleicht ein Tierwohl-Aktivist) nicht sagt , beim Untergang der Titanic seien soundsoviele Menschen ertrunken , sondern soundsoviele + x Lebewesen , wobei x die Zahl der mitgeführten Haustiere ist.

Der Autor (generisches Maskulinum) des Texts hat entweder seinen Kopf nicht benutzt oder er will immer und überall zeigen , wie woke er ist , auch wenn es überhaupt nicht passt.

 


 
Veröffentlicht : 16. Juli 2025 12:19
FatBoySlim reacted
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Ich oute mich und pfeiff auf diesen Schmarrn. Bis jetzt hatte ich noch Niemanden getroffen vom weiblichen Geschlecht, die sich deswegen wertgeschätzter gefühlt hätte, oder sogar ausgeschlossen. Ich kann es einfach nicht mehr hören, wo mit Muss gegendert wird, wo das Ganze dann einfach nur noch dämlich klingt.

Oder kennt ihr Personen, die sich deswegen jetzt besser fühlen?

Nehmt doch einfach mal den früheren Bergbau her - sollte dann heißen Bergbauarbeiter*in - wie viele Frauen waren den unter Tage im Bau früher tätigt, mit Lore, Pferd und reiner Muskelkraft?


 
Veröffentlicht : 19. Juli 2025 19:14
Beiträge: 53
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Lieber Werner! Ich bin völlig konform, diese unangebrachte Gender-Shice nicht zu benutzen. Dein Beispiel zeigt aber auch nur eine Realität, welche heutzutage nicht mehr angesagt ist. Es geht darum, dass sich heute genausoviele Frauen, wie Männer in den Minen tummeln möchten & eine Arbeit verrichten, die zuvor nur für Männer vorgesehen war.

Der Unterschied zu dem, was Du sagst, zu dem was Chris sagt, ist der, dass sich die "jüdische Zwangsarbeiter"-Shice hoffentlich nicht mehr wiederholen wird, insofern Historie ist & dadurch ein fester Begriff. Dort zu Gendern ist, laut Chris, unangebracht.

Das Minen-Ding is was anderes. Aus unerfindlichen Gründen, möchten Frauen vielleicht auch so etwas tun.

Ich frage mich aber schon, lieber Chris, warum nicht auch der weibliche Anteil der Zwangsarbeiter*innen zur Nazi-Zeit auch als solches bezeichnet werden sollte. Ich finde, in diesem Fall nicht, dass dadurch das Leid der Betroffenen verzerrt oder falsch dargestellt würde. Der historische Ausdruck ist hier nochmal ein völlig anderer, als der zur Studentenbewegung 68.

Liebe Grüße


 
Veröffentlicht : 22. Juli 2025 09:14
Chris reacted
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Veröffentlicht von: FatBoySlim

Ich frage mich aber schon, lieber Chris, warum nicht auch der weibliche Anteil der Zwangsarbeiter*innen zur Nazi-Zeit auch als solches bezeichnet werden sollte. Ich finde, in diesem Fall nicht, dass dadurch das Leid der Betroffenen verzerrt oder falsch dargestellt würde. Der historische Ausdruck ist hier nochmal ein völlig anderer, als der zur Studentenbewegung 68.

Das kann man sicher so sehen.

Ich halte eben Gendern speziell im historischen Kontext für deplatziert. Und weil es deplatziert ist , lenkt es den Blick vom Wesentlichen zum Nebensächlichen.
Du hast ja selbst weiter oben zugegeben , dass du darüber gestolpert bist. In einer Inhaltsangabe zu "Emilia Pérez" wärst du vielleicht nicht auf dieselbe Weise darüber gestolpert.
Man hätte hier von "Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern" sprechen sollen , wenn man das generische Maskulinum nicht benutzen will.

Man stelle sich nur die Totenrede des Antonius in gegendert vor:
"Mitbürger*innen! Freund*innen! Römer*innen! hört mich an: Begraben will ich Cäsarn, nicht ihn preisen..."
Natürlich gab es nicht nur "Mitbürger! Freunde! Römer!" , aber für mich klänge die gegenderte Anrede wie von Monty Python. (Die haben ja gerne britisch snobistische und politisch korrekte Sprache in einem Zusammenhang verwendet , in der sie albern klingt.)

Gendern mit der Brechstange , ohne Gespür für Kontext und Schwerpunkt , klingt doch wie ein Witz.

OT: Ich habe bisher immer viel von deinen Empfehlungen gehalten , aber "The Palace"... 🤔

 


 
Veröffentlicht : 22. Juli 2025 10:25
Beiträge: 53
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Hahaha! Antonius gegendert! Das geht natürlich gar nicht. Die Rede hat er ja numal als solcher gehalten, der er war.

Ja schade, Du magst "The Palace" nicht?


 
Veröffentlicht : 22. Juli 2025 10:53
Beiträge: 106
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Veröffentlicht von: FatBoySlim

Ja schade, Du magst "The Palace" nicht?

Ich musste nach einer Weile abbrechen. Alles kam mir so "unrund" und gewollt , aber nicht gekonnt , vor und fühlte sich deshalb nach kurzer Zeit irgendwie "anstrengend" an.
Vielleicht haben einfach deine Empfehlung und der Name des Regisseurs meine Erwartungen (zu) hoch geschraubt.

 


 
Veröffentlicht : 22. Juli 2025 11:16
Seite 4 / 8

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