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Der Siegemund Der Siegemund schrieb am 28. April 2022 um 13:15
Filme mit dem Namen "Gold" gibt es Dutzende und auch Filme mit dem Thema Überleben in der Wüste, doch Anthony Hayes Werk hat mich vollkommen mitgenommen in ein leidvolles Setting. Absolute Empfehlung!

Irgendwie, irgendwo, irgendwann fängt der Film in der dystopischen Zukunft an, wenn Virgil sich von einem Schlepper in Richtung des "Gebiets" bringen lässt. Es handelt sich wohl um ein Gebiet in dem man ein besseres Leben hat, wobei man nicht weiß, was er überhaupt zurückgelassen hat. Überhaupt erfährt man nicht was zu diesem "Mad Max" Rand-Setting geführt hat. Das muss man auch nicht, das kann man sich selbst denken, es gibt ja genug Filme, die führen das Thema breiter aus. Hier kann man sich also vollkommen auf die Story konzentrieren.

Als das Schlepperauto eine Panne hat, entdecken der Flüchtige und der Schlepper einen Goldklumpen und versuchen ihn zu bergen. Es stellt sich bloß heraus, dass der Klumpen nicht so einfach gehoben werden kann, denn es ist ein massiver Fels und niemand weiß ob da nicht eine größere Ader dahinter ist. Also muss einer die Stelle bewachen, während der Andere größeres Gerät besorgen will.

Dabei läuft alles anders als man denkt. Die nächsten Tage werden erstmal beschaulich, doch dann steigert sich die Intensität. Es wird genügend Zeit sich mit dem Protagonisten emotional zu verbinden, weshalb der Leidensweg auch bei mir an den Nerven zerrt. Es ist nicht bloß mehr Empathie, ich identifiziere mich mit dem Protagonisten. Nach jedem Schicksalsschlag beginne ich mich aber zu fragen, ob ich selbst noch dabei wäre. Die allbegleitende Frage habe ich selten so gut gestellt gesehen:

"Was würdest du für unermesslichen Reichtum alles tun?"

Ich wäre früher ausgestiegen, wie früh kann ich nicht sagen, aber ob es der Moment im Film ist, bei dem ich das dachte, da wäre ich jedenfalls nicht so großmäulig.
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