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@FatBoySlim: Du hast da sehr viele Punkte , die ich jederzeit unterschreibe! Was mich übrigens an den USA am meisten befremdet , sind die Evangelikalen und deren grosser Einfluss , sowie die Rolle der PACs , also die Tatsache , dass man sehr viel Geld braucht , um in ein (hohes) politisches Amt gelangen zu können , und anschliessend die Interessen der Lobbygruppen im Auge haben muss. Und vielleicht stellen die Amis auch irgendwann mal fest , dass es gesünder ist , wenn man sorgfältiger prüft , wem man den Waffenbesitz erlaubt.
Nichtsdestotrotz sage ich: Wo viel Licht ist , ist auch viel Schatten! Ein tolles Land mit tollen , netten Leuten! War schon mal da (Westküste). Die oft nachgesagte Überheblichkeit ist mir nicht begegnet - höchstens (berechtigter) Stolz.
Aber jetzt zu unserem Dissens: Du sprichst die (historische) Sklaverei in den USA an , die Russland in der Form nicht kennt. Du weisst aber schon , dass in der Stalinzeit 18 Millionen (meistens unschuldige) Menschen in Gulags schuften mussten und viele das nicht überlebt haben? Du hast vielleicht auch mitbekommen , unter welchen Bedingungen - und oft um den Lohn geprellt - Gastarbeiter Stadien , Anlagen und Infrastruktur für die olympischen Spiele und die Fussball-WM in Russland errichten mussten? Abgesehen von der Hitze war das nicht besser als in Katar. Und wenn Du es gerne "historisch" magst: Die Leibeigenschaft wurde in Russland erst 1861 abgeschafft.
Du kritisierst "Bewegungen" (wie MeToo) und sagst: "(Zitat:) In Russland gibt es solche Bewegungen nicht!"
Really? Du hast mitbekommen , dass in Russland neuerdings häusliche Gewalt keine Straftat mehr ist? Und eine LGBT-Bewegung zB wird in Russland natürlich nicht geduldet. Aber ob das besser ist? Toleranter und aufgeklärter sicher nicht.
Aber hier kommen wir wohl zum Punkt: Du kritisierst "Bewegungen" , historische Verbrechen und soziale Missstände in den USA , ich aber aktuelles Regierungshandeln in Russland.
Russland beschreitet einen neostalinistischen , neoimperalistischen Weg , es herrschen verrohte Verbrecher und die Machtstrukturen sind korrupt und mafiös. Justiz und Medien sind weitgehend gleichgeschaltet , die russisch-orthodoxe Kirche definiert den Inhalt von Schulbüchern. Jüngstes Beispiel für einen paranoiden und unbarmherzigen Staat: Die kleine Mascha aus Jefremow hat in der sechsten Klasse ein Bild gegen den Krieg gemalt. Ihr Vater wanderte in den Knast.
Imho misst du mit zweierlei Mass: Superkritisch bei den USA , wegsehend und beschönigend bei Russland. Ich vermute dann immer Antiamerikanismus. Begegnet einem häufig - gerade in Deutschland und gerade in den politischen Rändern. Mein Vergleich mit dem (heutigen , spezifisch deutschen) Antisemitismus soll ein Hinweis auf ein zugrundeliegendes Muster sein. Ob "politisch" oder "rassistisch" spielt bei einem Muster keine Rolle.
Nichtsdestotrotz sage ich: Wo viel Licht ist , ist auch viel Schatten! Ein tolles Land mit tollen , netten Leuten! War schon mal da (Westküste). Die oft nachgesagte Überheblichkeit ist mir nicht begegnet - höchstens (berechtigter) Stolz.
Aber jetzt zu unserem Dissens: Du sprichst die (historische) Sklaverei in den USA an , die Russland in der Form nicht kennt. Du weisst aber schon , dass in der Stalinzeit 18 Millionen (meistens unschuldige) Menschen in Gulags schuften mussten und viele das nicht überlebt haben? Du hast vielleicht auch mitbekommen , unter welchen Bedingungen - und oft um den Lohn geprellt - Gastarbeiter Stadien , Anlagen und Infrastruktur für die olympischen Spiele und die Fussball-WM in Russland errichten mussten? Abgesehen von der Hitze war das nicht besser als in Katar. Und wenn Du es gerne "historisch" magst: Die Leibeigenschaft wurde in Russland erst 1861 abgeschafft.
Du kritisierst "Bewegungen" (wie MeToo) und sagst: "(Zitat:) In Russland gibt es solche Bewegungen nicht!"
Really? Du hast mitbekommen , dass in Russland neuerdings häusliche Gewalt keine Straftat mehr ist? Und eine LGBT-Bewegung zB wird in Russland natürlich nicht geduldet. Aber ob das besser ist? Toleranter und aufgeklärter sicher nicht.
Aber hier kommen wir wohl zum Punkt: Du kritisierst "Bewegungen" , historische Verbrechen und soziale Missstände in den USA , ich aber aktuelles Regierungshandeln in Russland.
Russland beschreitet einen neostalinistischen , neoimperalistischen Weg , es herrschen verrohte Verbrecher und die Machtstrukturen sind korrupt und mafiös. Justiz und Medien sind weitgehend gleichgeschaltet , die russisch-orthodoxe Kirche definiert den Inhalt von Schulbüchern. Jüngstes Beispiel für einen paranoiden und unbarmherzigen Staat: Die kleine Mascha aus Jefremow hat in der sechsten Klasse ein Bild gegen den Krieg gemalt. Ihr Vater wanderte in den Knast.
Imho misst du mit zweierlei Mass: Superkritisch bei den USA , wegsehend und beschönigend bei Russland. Ich vermute dann immer Antiamerikanismus. Begegnet einem häufig - gerade in Deutschland und gerade in den politischen Rändern. Mein Vergleich mit dem (heutigen , spezifisch deutschen) Antisemitismus soll ein Hinweis auf ein zugrundeliegendes Muster sein. Ob "politisch" oder "rassistisch" spielt bei einem Muster keine Rolle.