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Kamerad✘265 Kamerad✘265 schrieb am 1. Mai 2023 um 07:16
@Chris: Ja, "the one and only" United Kingdom. Apropos: was meinst du, was für antieuropäische, und vor allem antideutsche Parolen ich rund um die Brexit-Zeit so im Netz lesen musste? Das hatte ich bis dato auch absolut für ein Relikt des 19. Jahrhunderts gehalten! Wo man doch schon Jahrzehnte innerhalb der EU miteinander befreundet und geschäftlich verbandelt gewesen war. Ein echter Schock war das für mich zu sehen, dass der Brite nach wie vor auf unsere Gemeinschaft pfeift und weiterhin ganz klischeehaft sein eigenes Süppchen kochen möchte. Und das auch noch mit einer ganz plötzlichen, aggressiven und neuen Anti-Deutschland-Stimmung. Man riss mir da gewissermaßen mein anglophiles Herz aus dem Leib, bespuckte es, warf es auf den Boden und zündete es an. Also, der Zettel meines "ganz persönlichen" Freundschaftsangebots wurde da herablassend in der Luft zerfetzt und mit dem Flammenwerfer in Erde verwandelt. ? Das aber nur mal am Rande.

Du hast da schon das Richtige mitbekommen! Beinahe. Innerhalb des Konstrukte der EU und NATO, der westlichen "Staatengemeinschaft" also (wie der Brexit zeigte ein reines Zweckbündnis, das insbesondere von angelsächsischer Seite her durchaus auf wackligem Grund steht - die 5 Eyes - Australien und Neuseeland, USA, UK, Kanada sind wichtiger), gilt zunächst nicht mehr das Recht des Stärkeren. Vielmehr versucht man mit Vorrang demokratische Kompromisse zu finden. Bei den "Kleinen" sowie den "Großen". Das ergibt auch absolut Sinn, solange man sich auf eine gemeinsame Binnen- und Außenpolitik einigen kann. Betonung liegt auf "solange". ?

Du hast Recht, es reicht langsam mit der Diskussion. Also im LK. Ich hätte lieber im Thread weiterdiskutiert, aber dann wäre nicht nur der Kontext flöten gegangen, sondern auch die Bedeutung. Es ging dort ja um Waffenlieferungen, nicht um Antiamerikanismus oder Russophilie.
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