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Chris Chris schrieb am 16. Mai 2023 um 06:45
Political Correctness sollte auf jeden Fall sein. Man will ja schliesslich niemandem zu nahe treten. Aber die Grenze zu finden , fällt bei den überempfindlichen , dauerbeleidigten Woken immer schwerer.
Die "woke" Political Correctness geht mir inzwischen dermassen zu weit , dass man fast schon das Gefühl hat , Widerstand leisten zu müssen.
In den USA wollen die Woken Gershwins "Porgy and Bess" von den Spielplänen nehmen lassen (wegen "Cultural Appropriation") , in Österreich den "Zigeunerbaron" , in Schweden haben sie alte , archivierungswürdige Fassungen der Pippi-Langstrumpf-Kinderbücher (wegen des "Negerkönigs") zur Entsorgung verbrannt , in Deutschland ist es der "Indianerhäuptling" (Winnetou) , der die Gemüter der Woken erregt.
Die Heuchelei dieser Leute wurde im letzten Jahr so richtig offensichtlich bei der documenta 15 in Kassel. Ein Kuratorium aus dem "Globalen Süden" sollte die Kunst des Globalen Südens präsentieren. Als er das dann aber auch wirklich tat unter dem (anfänglichen) Beifall der Woken wie der Kulturstaatsministerin Claudia Roth , mussten plötzlich Ausstellungsstücke verschwinden - diesmal unter dem Aufschrei derselben Leute - wegen "antisemitischer Bildsprache" (die tatsächlich israelkritisch gemeint war - dasselbe Thema übrigens wie bei Roger Waters). Jeder dazu befragte kompetente Jurist hat bestätigt , dass die Präsentation der Werke von der Kunstfreiheit gedeckt war. Die "postkolonialen" Woken wollen sich also gar nicht wirklich mit dem Globalen Süden auseinandersetzen und von ihm etwas lernen , sie wollen nur ihre (!) Vorstellung von ihm abfeiern. Tatsächlich sind sie damit nicht anders als damals die Untertanen des Kaisers , die in den Menschenzoos "halbnackte Wilde" beim Aufführen ritueller Tänze begafft haben.
Leider befindet man sich in dieser polarisierten Debatte schnell in der Gesellschaft von Nazis , Neofaschisten und der von Markus Söder wieder oder wird diesen Elementen zugeordnet , wie der arme Boris Palmer erst kürzlich wieder erfahren musste. Für Genauigkeit und Nuancen bleibt kein Raum mehr. ZB sprach Claudia Roth im Zusammenhang mit der Ausstellung "Schliemanns Welten" von kolonialer Raubkunst. Hätte sie in der Schule aufgepasst (oder "Lawrence von Arabien" gesehen) , hätte sie gewusst , dass das Osmanische Reich selbst so etwas wie eine Kolonialmacht war.
Das war jetzt wieder sehr politisch....sorry!

@libre: Wenn ich backen könnte , würde ich auch Brownies geniessen , dann qualmt man die Bude wenigstens nicht so voll. Ich hoffe ja auf Spacecakes vom Handwerksbäcker um die Ecke nach der Legalisierung in Deutschland ?
Bitte warten …