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Snipy2k4 Snipy2k4
11. Juli 2026 at 18:15
Bei Sony ist mein größtes Problem das faktische Preismonopol im PSN-Store. Man kann nicht einfach auf Angebote bei MediaMarkt oder anderen Händlern ausweichen und auch keine gebrauchten Spiele über Plattformen wie ReBuy kaufen. Dazu kommt, dass man bei digitalen Käufen immer das Risiko hat, irgendwann die Lizenz oder den Zugriff auf seine Inhalte zu verlieren. Aus Verbrauchersicht finde ich das alles andere als positiv.

Steam nimmt zwar auch hin und wieder Spiele aus dem Store, aber bereits gekaufte Titel bleiben in der Regel in deiner Bibliothek. Das ist für mich ein entscheidender Unterschied.

Ähnlich sehe ich das bei Filmen und Serien. Ich schaue Klassiker wie Stargate oder Dr. House regelmäßig wieder. Früher habe ich viele Filme und Serien bei Amazon gekauft. Einige davon sind später wegen auslaufender Lizenzen verschwunden. Das bedeutet im Endeffekt: Geld bezahlt und trotzdem keinen Zugriff mehr auf den gekauften Inhalt. Als Kunde kann man dagegen praktisch nichts unternehmen. Dazu kommt noch die ständige Rotation bei Streamingdiensten, bei der Serien und Filme einfach aus dem Angebot verschwinden.

Außerdem stört mich, dass man inzwischen mehrere Abos gleichzeitig braucht, wenn man nur ein paar bestimmte Serien sehen möchte. Netflix, Prime Video, Paramount+ und viele weitere Anbieter haben ihre Inhalte aufgeteilt. Das macht Streaming aus meiner Sicht weder günstiger noch kundenfreundlicher.

Deshalb sehe ich die Entwicklung hin zu immer mehr digitalen Plattformen und geschlossenen Ökosystemen kritisch. Meiner Meinung nach geht das vor allem zulasten der Verbraucher. Dass gleichzeitig die Zahlen bei illegalen Downloads und anderen Formen der Piraterie wieder steigen, überrascht mich daher nicht.

PS: Die Zahlen, auf die sich Sony beruft, wurden auf Reddit ziemlich intensiv diskutiert und teilweise auch widerlegt. Für mich wirkt es eher so, als wolle Sony das Preismonopol im eigenen PSN-Store sichern und das als Innovation verkaufen. Dazu kommt die individuelle Preisgestaltung im Store. Es kann also passieren, dass dir ein Spiel für 10 Euro angeboten wird, während ich dafür 15 Euro bezahlen soll.

Mir ist natürlich bewusst, dass auf vielen Discs zuletzt ohnehin nur noch die Lizenz enthalten war und der Rest heruntergeladen werden musste. Das war aber nicht immer so. Früher befand sich ein Großteil der Daten tatsächlich auf der Disc, was gerade für Leute mit langsamen Internetverbindungen ein echter Vorteil war.

Mein Fazit ist daher ganz einfach: Für Verbraucher gibt es bei dieser Entwicklung zu viele Nachteile und zu wenige Vorteile. Deshalb halte ich sie insgesamt für die falsche Richtung.
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